Marokko holt Klopp-Kandidat El-Faouzi - Ärger wegen Ebnoutalib
Der Schalker Mittelfeldrenner Soufiane El-Faouzi hat sich wohl endgültig gegen die deutsche Fußball-Nationalmannschaft und für Marokko entschieden. Der gebürtige Siegener (24), der als Kandidat für Jürgen Klopp gehandelt worden war, steht im Aufgebot der Nordafrikaner für die Länderspiele gegen Gabun, Lesotho und Ghana. El-Faouzi bestritt im Mai bereits ein Testspiel für Marokko gegen Burundi (5:0), hat sich bisher aber noch nicht "festgespielt".
Nicht dabei ist der Frankfurter Younes Ebnoutalib, der die Einladung von Bundestrainer Jürgen Klopp angenommen hatte. Das wiederum veranlasste dessen Nationalcoach-Kollegen Mohamed Ouahbi zu einer kleinen Spitze. Marokko habe den gebürtigen Frankfurter "schon seit der letzten Saison" auf dem Schirm gehabt, "er hatte ein für uns interessantes Profil", sagte der Trainer: "Ich habe mit ihm telefoniert und ihm das Projekt Marokko erläutert – ohne ihm irgendetwas zu versprechen." Ebnoutalib hätte eine Berufung verdient gehabt, aber nun mal anders entschieden. "Die Sache ist erledigt. Wir stehen auf Platz 6 der Weltrangliste und machen weiter", schloss Ouabhi. Die DFB-Elf ist übrigens nur die Nummer 12 der Welt.
Neben El-Faouzi stehen vier weitere Bundesliga-Spieler im 29-köpfigen marokkanischen Kader, der von Achraf Hakimi von Champions-League-Sieger Paris Saint-Germain angeführt wird: Ismael Saibari von Bayern München, Zakaria El Ouahdi vom Hamburger SV, Neil El Aynaoui von RB Leipzig und Bilal El Khannouss vom VfB Stuttgart.
Die Spiele am 25. September in Rabat gegen Gabun und vier Tage später in Bloemfontain/Südafrika gegen Lesotho sind Teil der Qualifikation für den Afrika-Cup 2027. Die Begegnung mit Ghana am 4. Oktober in Tanger dient Testzwecken.
© 2008-2026 Sport-Informations-Dienst
Latest stories
Deutschland Prien hält Umgang mit digitalen Medien in der Gesellschaft für fahrlässig
Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) hält den gesellschaftlichen Umgang mit digitalen Medien für fahrlässig. "In Wahrheit haben wir es mit einem großen Menschheitsversuch zu tun", sagte Prien den Zeitungen der Mediengruppe Bayern (Freitagsausgaben). "Wir nutzen seit knapp 20 Jahren Smartphones, eine sich...
Panorama 33 Millionen Euro Schaden: Netzwerk für illegale E-Zigaretten zerschlagen
Der Zoll hat ein Netzwerk zerschlagen, das Einweg-E-Zigaretten aus China nach Deutschland geschmuggelt und auf dem Schwarzmarkt verkauft haben soll. Bei einer Großrazzia wurden 13 Verdächtige festgenommen, wie das Zollfahndungsamt Essen gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Düsseldorf am Freitag mitteilte. Die mutmaßliche Bande soll...
Topthemen Wohnungsbau: Auch im Juli mehr Baugenehmigungen erteilt - Anstieg aber gering
Der Aufwärtstrend im Wohnungsbau hält an, hat sich aber wegen gestiegener Bauzinsen deutlich abgeschwächt: Im Juli stieg die Zahl der Baugenehmigungen im Vorjahresvergleich nur um 1,9 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte. In den sieben Monaten von Januar bis...