Mas gewinnt erstmals Vuelta - Johannessen letzter Etappensieger
Der spanische Radprofi Enric Mas hat zum ersten Mal die Vuelta gewonnen. Der 31-Jährige vom Team Movistar lag nach den 3209 Kilometern der 81. Spanien-Rundfahrt 2:15 Minuten vor dem slowenischen Rekordsieger Primoz Roglic aus der deutschen Equipe Red Bull-Bora-hansgrohe. Dritter wurde der Österreicher Felix Gall (Decathlon-CMA CGM/+2:44), der bereits den Giro auf dem Podest (2.) beendet hatte.
Die letzte Etappe am Sonntag über 112 km mit Start in einer Supermarkt-Filiale des Vuelta-Hauptsponsors in Granada und dem Ziel im Zentrum der andalusischen Stadt wurde in der Schlussphase neutralisiert ausgetragen. Der Anstieg hinauf zur weltberühmten Alhambra, der viermal zu bewältigen war, erschien dem Großteil der Teams zu verwinkelt und rutschig. Daher wurden die Zeiten für die Gesamtwertung vor der letzten Runde genommen.
Analog zur Schlussetappe der Tour de France über den Montmartre ging es nur noch um den Etappensieg. Diesen sicherte sich der Norweger Tobias Halland Johannessen (Uno-X) vor dem Italiener Alessandro Romele (Astana) und dem Belgier Ramses Debruyne (Alpecin-Premier Tech). Der Augsburger Marco Brenner (Tudor), der eine Bergetappe gewonnen hatte, wurde Zehnter.
Für Mas, dessen Movistar-Team statt in den gewohnten dunklen Blautönen in roten Hosen sowie rotweißen Trikots fuhr und den Champion entspannt ins Ziel eskortierte, war es das Happy End nach vielen vergeblichen Anläufen auf den Vuelta-Sieg. Dreimal war der Kletterer aus Mallorca Zweiter, einmal Dritter.
Beim ersten spanischen Vuelta-Sieg seit Alberto Contador 2014 profitierte Mas allerdings auch vom Sturz-Aus von Topfavorit Tadej Pogacar. Der Slowene hatte sich auf der achten Etappe schwer verletzt, zu diesem Zeitpunkt lag er in der Gesamtwertung fast vier Minuten vor dem zweitplatzierten Mas.
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