Sportlerinnen kritisieren "sexualisierte" Werbekampagne von Sydney Sweeney
Die US-Schauspielerin Sydney Sweeney hat in einer Werbekampagne für einen Sportwettenanbieter nackt und halbnackt mit verschiedenen Sportgeräten posiert - und ist dafür von Profisportlerinnen aus aller Welt scharf kritisiert worden. Die ehemalige australische Schwimmerin und vierfache Olympiasiegerin Ariarne Titmus schrieb auf Instagram, sie könne "gar nicht beschreiben, wie wütend" sie sei.
Sweeneys Kampagne sei "nicht nur ein Schlag ins Gesicht für jede Frau, die ihr Leben der Perfektionierung ihres Könnens gewidmet hat, sondern auch für jede Frau, die Sport für das schätzt, was er wirklich ist – Teamarbeit, Freundschaft, Hingabe, Exzellenz, Zusammenhalt." "Wie können wir in einer Welt leben, in der die Monetarisierung des Körpers einer Frau und die Sexualisierung des Frauensports immer noch ein Thema sind?", fügte die Australierin hinzu.
Auch mehrere Leichtathletinnen, die am Wochenende an der Ultimate Championship in Budapest teilgenommen hatten, äußerten sich entsetzt. Die britische Sprinterin Amy Hunt, die im 200-Meter-Lauf als Vierte ins Ziel gekommen war, sagte anschließend in der BBC: "Sydney Sweeney, so sehen Frauen im Sport aus." Muskeln seien das Ergebnis von "harter Arbeit, Blut, Schweiß und Tränen". Sport sei "nicht schön", "nicht glamourös" und "definitiv nicht immer sexy".
Zahlreiche Sportlerinnen veröffentlichten auch Videos von sich unter dem Schlagwort "So sieht Sport aus". Die US-Turnerin Gracie Kramer kommentierte ihr Video, das sie beim Turnen und bei verschiedenen anderen Sportarten zeigt, mit den Worten: "Keine Ahnung, was Sydney Sweeney da gemacht hat, aber so sieht eine Frau beim Sport aus."
Die 29-jährige Sweeney, bekannt unter anderem aus der Serie "Euphoria", hatte bereits im vergangenen Jahr wegen einer Werbekampagne für die US-Modemarke American Eagle Kritik auf sich gezogen. Der Slogan lautete damals "Sydney Sweeney has great jeans" ("Sydney Sweeney hat tolle Jeans"). Auf Englisch klingt Jeans aber genauso wie das Wort "genes" für Gene. Nach heftiger Kritik in den Online-Netzwerken zeigt sich Sweeney "ehrlich überrascht". Sie sei "gegen Hass und Spaltung".
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