Frankreich und Südkorea kündigen Milliardeninvestition in Filmbranche an
Frankreich und Südkorea haben gemeinsam eine Milliardeninvestition in audiovisuelle Medien wie den Film angekündigt. Im Rahmen der sogenannten Lumière-Partnerschaft würden binnen fünf Jahren eine Milliarde Euro in die Branche und die "kulturelle Souveränität" fließen, erklärte Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron am Montag zur Eröffnung des ersten internationalen Gipfels zur Zukunft des Kinos im südfranzösischen Örtchen Saint-Paul-de-Vence. Es bedürfe eines neuen Multilateralismus, um die durch rückläufige Kinobesucher geschwächte Filmkunst zu unterstützen.
Wie aus mit der Angelegenheit vertrauten Kreisen verlautete, kommt der 500-Millionen-Euro-Anteil von Frankreich aus bereits existierenden Krediten, die von Frankreichs staatlicher Investionsbank (BPI) gewährt wurden. Die restliche Hälfte der Fördersumme kommt demnach von Südkorea, das auch den sogenannten Lumière-Gipfel in Saint-Paul-de-Vence mit ausrichtet und dort von Präsident Lee Jae Myung vertreten wurde.
Der Name des Gipfels bezieht sich auf die Brüder Auguste und Louis Lumière. Die beiden Franzosen Brüder gelten als Erfinder des Films.
An dem eintägigen Treffen nehmen aus etwa 55 Ländern rund 200 Vertreter der internationalen Filmbranche und audiovisueller Medien teil, darunter auch Vertreter von Hollywood-Studios. Auch US-Schauspieler und -Filmemacher George Clooney reiste an. Bei dem Austausch soll es unter anderem um die Gefahren für die Branche durch den zunehmenden Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI), eine Stärkung des Urheberrechts sowie die Konkurrenz durch Online-Plattformen gehen.
Macron hob die kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung von Filmen hervor. Hinter jedem dieser Werke steckten "Kreative, Techniker, Unternehmen, Arbeitsplätze, eine Wertschöpfungskette" und daher sei es wichtig, "die Kontrolle bei genau diesen großen technologischen Transformationen" zurückzuerlangen.
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