30 Leichen nach Brand auf philippinischer Fähre gefunden
Nach dem Brand auf einer Fähre in einer beliebten Touristenregion der Philippinen sind Behördenangaben zufolge mindestens 30 Leichen an Bord entdeckt worden. Dabei handele es sich um eine "erste Zählung", teilte die philippinische Küstenwache am Freitag mit. Es sei mit der Bergung und Überführung der Körper begonnen worden.
Das Feuer auf der "MV June Aster" war am Mittwochabend nahe der im Westen des Landes gelegenen Provinz Palawan ausgebrochen und hatte die Fähre laut Küstenwache "innerhalb von Sekunden" zerstört. Auf einem von der Küstenwache im Onlinedienst Facebook veröffentlichten Video war das in Flammen stehende Schiff zu sehen. Später aufgenommene Fotos zeigen das vollständig ausgebrannte Schiff vor der Küste.
Eine Sprecherin der Küstenwache sagte einem örtlichen Radiosender, dass die Passagier- und Besatzungsliste des Schiffes insgesamt 134 Namen aufweise. Zunächst waren fünf Tote und 86 Vermisste gemeldet worden.
Nach Angaben des Ortungsdienstes Marinetraffic war die Fähre von der Hauptstadt Manila aus in See gestochen und auf dem Weg in den rund 430 Kilometer entfernten Urlaubsort Coron. Zum Zeitpunkt des Unglücks befand sie sich laut Küstenwache rund zwei Kilometer von der Küste entfernt.
Für die Philippinen mit ihren mehr als 7000 Inseln sind Schiffe eines der Hauptverkehrsmittel. Wegen mangelhafter Sicherheitsstandards und unzureichender Wartung gibt es häufiger Unglücke auf See.
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